Klinikum Hanau erhält 1.576.452 Euro für stärkere IT Sicherheit und Ausfallschutz

Klinikum Hanau erhält 1.576.452 Euro für stärkere IT Sicherheit und Ausfallschutz
Klinikum Hanau erhält 1.576.452 Euro für stärkere IT Sicherheit und Ausfallschutz | Bild: © Stadt Hanau / Moritz Göbel

Das Klinikum Hanau erhält 1.576.452 Euro zur Stärkung seiner digitalen Infrastruktur. Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz übergab den Förderbescheid für ein Vorhaben, das zentrale Krankenhausprozesse besser gegen Cyberangriffe und technische Ausfälle absichern soll. Die Mittel stammen aus einem Strukturfonds und werden jeweils zur Hälfte vom Land Hessen und vom Bund getragen.

Geplante technische Maßnahmen

Mit der Förderung werden konkrete Maßnahmen umgesetzt, die die Verfügbarkeit und die Widerstandsfähigkeit der IT erhöhen sollen. Dazu gehören der Aufbau eines neuen Rechenzentrums mit zwei räumlich getrennten Serverstandorten, eine stärkere Segmentierung der Netzwerke sowie moderne Systeme zur frühzeitigen Erkennung von Sicherheitsvorfällen. Ziel ist es, durch redundante Strukturen und klar getrennte Netzwerkbereiche Störungen zu begrenzen und den Krankenhausbetrieb auch bei Angriffen oder Ausfällen aufrechtzuerhalten.

IT Sicherheit als Bestandteil der Patientenversorgung

Die Klinikleitung betont, dass die medizinische Versorgung heute in hohem Maße von digitalen Systemen abhängig ist. Digitale Anwendungen steuern Abläufe von Aufnahme über Diagnostik bis hin zu Therapie und Dokumentation. Vor diesem Hintergrund sieht das Klinikum den Schutz der IT nicht isoliert, sondern als Teil der Patientensicherheit. Die Leitung macht deutlich, dass ein Ausfall vernetzter Medizintechnik unmittelbare Folgen für die Behandlung haben kann und deshalb präventive Sicherheitsmaßnahmen unabdingbar sind.

Regulatorischer und wirtschaftlicher Kontext

Die Förderung kommt in eine Zeit, in der Krankenhäuser mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert sind: Krankenhausreform, verstärkte Ambulantisierung, Fachkräftemangel sowie steigende Anforderungen an Digitalisierung und Regulierung. Zudem nehmen Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen zu, was mit Vorgaben wie KRITIS und NIS2 einhergeht. Vor diesem Hintergrund schaffen gezielte Investitionen Spielraum, um Modernisierungsvorhaben trotz wirtschaftlichem Druck zu realisieren.

Bedeutung für die künftige Versorgung

Die geplanten Maßnahmen sollen nicht nur kurzfristige Sicherheitslücken schließen, sondern die Grundlage für die weitere Digitalisierungsstrategie des Klinikums legen. Durch die verbesserte IT Infrastruktur soll es möglich werden, neue digitale Anwendungen sicher in die Versorgung zu integrieren und die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit sensibler Daten zu erhöhen. Die Klinikleitung sieht in der Förderung einen Beitrag, um das Haus langfristig leistungsfähig und zuverlässig für die Region zu erhalten.

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