Die Wohnhäuser an der Ecke Marienstraße und Schäferstraße in Offenbach werden umfassend instandgesetzt. Die GBO Gemeinnützige Baugesellschaft mbH Offenbach, eine Tochter der Stadtwerke, modernisiert fünf Gebäude mit insgesamt 58 Wohnungen. Zu den Maßnahmen zählen Dachbegrünung, die Installation von Photovoltaikanlagen, die Sanierung von Balkonen sowie Fassaden- und Treppenhausarbeiten. Die Arbeiten sollen bis Ende August abgeschlossen sein.
Maßnahmen, Energie und Klima
Auf zwei Dächern werden Photovoltaikmodule installiert. Der erzeugte Solarstrom soll zunächst in das öffentliche Netz eingespeist werden. Zusätzlich legt die GBO rund 90 Quadratmeter Dachfläche als Gründach an. Nach Angaben des Unternehmens soll die Begrünung im Winter dämmen und im Sommer Hitzeschutz bieten. Außerdem dient sie dem Schutz der Dachhaut vor Umwelteinflüssen und kann Lebensraum beziehungsweise Nahrungsquelle für Insekten bieten.
Die Wohnungen sind bereits an das Fernwärmenetz angeschlossen. Im Zuge der Sanierung wurde die Fernwärmeübergabestation überarbeitet und an den aktuellen Stand der Technik angepasst. Betonflächen an den Balkonen werden instandgesetzt, und das vorhandene Gerüst wird auch für die Neulackierung der Fassaden und der Treppenhäuser genutzt.
Denkmalpflege und gebäudetechnische Details
Zwei der fünf Häuser stehen unter Denkmalschutz. Das Gebäude in der Marienstraße 50 stammt aus dem Jahr 1906, das in der Schäferstraße 5 aus dem Jahr 1910. Bei beiden Objekten koordiniert die GBO die geplanten Maßnahmen mit dem Denkmalschutz der Bauaufsicht. In der Schäferstraße wurden alte Sandsteinelemente wiederhergestellt, in der Marienstraße die vorhandene Naturschieferdeckung erneuert. Für diese Arbeiten wurden spezialisierte Fachfirmen beauftragt. Die übrigen sanierten Gebäude stammen aus dem Jahr 1990.
Finanzierung, Zeitplan und Folgen für Mieter
Für die energetische Modernisierung hat die GBO nach eigenen Angaben mehr als eine Million Euro aufgewendet. Die Kosten führen nicht zu einer Mieterhöhung. Nach Abschluss der Arbeiten erwartet das Unternehmen geringeren Heizbedarf der Wohnungen durch die verbesserte Gebäudehülle.
Die Arbeiten werden voraussichtlich Ende August beendet. Während der Sanierung nutzt die GBO teilweise bestehende Gerüste, sodass die Gebäude nach einem einheitlichen Farbkonzept gestrichen werden können.
Der Aufsichtsratsvorsitzende der GBO, Martin Wilhelm, betont, dass mit der Sanierung sowohl der Werterhalt der Gebäude als auch die Wohnqualität der Mieter gestärkt werden. Die energetischen Maßnahmen sollen den Energiebedarf senken und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, wobei die Modernisierung ohne Mieterhöhung umgesetzt wird.
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